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Meer. Natur. Inspiration.

© Edwina Goldstone

Finissage VERTEIDIGUNG DES GEHEIMNISSES – Aktuelle Kunst aus Finnland

· 18:00 Uhr · Neues Kunsthaus Ahrenshoop

In einer Welt permanenter Sichtbarkeit verteidigt die Ausstellung das Geheimnis. Zehn künstlerische Positionen aus Finnland bewegen sich zwischen Traum, Erinnerung und Imagination und eröffnen Räume des Verborgenen – Orte, an denen nicht alles sichtbar werden und nicht alles erklärt werden muss. Mit Arbeiten von Edwina Goldstone, Johannes Kangas, Satu Kiuro, Salla Laurinolli, Samuli Laurinolli, Pilvi Ojala, Kukka Pitkänen, Minttu Saarinen, Katri Stenberg und Anssi Taulu.

Kuratiert von Olivia Franke. In Kooperation mit Ars Häme ry (Hämeenlinna). Mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde Ahrenshoop, des Finnland-Instituts in Deutschland, der Lammin Säästöpankki (Finnland) sowie von Dr. Ursula Schäfer-Preuss und Dr. Wolf Preuss.

Zum Abschluss der Ausstellung lädt Kuratorin Olivia Franke zu einem besonderen Rundgang mit ausgewählten Werken, kurzen literarischen Texten und einem kleinen rituellen Moment ein.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Sonntag, 1. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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