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Meer. Natur. Inspiration.

© Ingo Ulbricht

»dreifarbenblau« – Filmmusik im Trioformat

· 19:00 Uhr · Fischlandhaus Wustrow

Sophia Heide, Violine, Gesang Sina Rien, Kontrabass, Gesang Alexander Schmidt, Gitarre ( aus Dresden )

Stücke wie »The Pink Panther«, »Solo Sunny« oder »Spiel mir das Lied vom Tod«, die man sonst vorwiegend im Orchester- oder Bigband-Sound kennt, klingen überraschend anders, wenn sie von Violine, Kontrabass und Gitarre, ergänzt durch zwei Gesangsstimmen, interpretiert werden. Sie zeigen sich gleichsam von einer anderen Seite.

d r e i f a r b e n b l a u aus Dresden spielt bekannte und weniger bekannte Stücke der Filmmusikgeschichte in ungewöhnlicher Besetzung und bewegt sich dabei musikalisch zwischen Tango, Klassik, Swing, Jazz und Verwandtem. Auch Filmbilder haben ihren Platz im Programm, jedoch nicht in Form von Videoeinspielen, sondern als Bildbeschreibungen, die sich auf poetische Weise mit der Musik verbinden und die Filmszenen vor dem inneren Auge lebendig werden lassen.
Ein Filmabend für die Ohren.

Sophia Heide hat klassische Violine studiert und spielt bei der Mittelsächsischen Philharmonie. Parallel dazu ist sie mit der Band Triozean und dem Ensemble L'art de Passage unterwegs, die sich auf verschiedene Weise Weltmusik, Tango, Latin und Jazz verschrieben haben.

Sina Rien fühlt sich durch ihre Arbeit mit dem Boogie-Woogie- und Bluespianisten Alexander Blume, der Swingband Elb Meadow Ramblers, der Salsaband Sazon Montuno und dem Marc Hartmann Tanzorchester in Swing, Blues, Jazz und Salsa zu Hause.

Alexander Schmidt ist nach einem Theater- und Filmdramaturgie-Studium über die Theaterarbeit zur Musik gekommen und hat in den letzten Jahren sowohl die Musik zu eigenen Theaterproduktionen geschrieben und live gespielt, als auch in verschiedenen Duo- und Trioprojekten gearbeitet, unter anderem mit dem Schauspieler, Sänger und Songpoeten Shenja Lacher als lacher&schmidt und beim Dresdner Trio AGUAS um den Armenischen Gitarristen und Sänger Grigor Shagoyan (Latin, Jazz, Swing, Weltmusik).

Eintrittskarten (18€/ ermäßigt: 15€) sind unter 038220-80465 erhältlich.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Donnerstag, 22. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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