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Meer. Natur. Inspiration.

© Niels Blazyczek

FIL: »Endlich wieder jung«

· 20:00 Uhr · Literaturhaus Rostock (im Peter-Weiss-Haus), Doberaner Straße 21 , 18057 Rostock

Comedy/Kabarett

Jugend – die große Einbahnstraße voller Geisterfahrer. Warum mussten wir da runter? Warum altern wir überhaupt? Das passt doch gar nicht zu uns. Findet dieses obskure »Altern« vielleicht nur in unseren Köpfen statt? Reden wir uns gesellschaftlich gesteuert bloß ein, alt zu sein, und sind in Wahrheit jung und schön?
Fil zeigt in 37 stark simplifizierten Lektionen, dass dem leider nicht so ist. Alter ist eine traurige Tatsache, und wir sind alle alt. Du auch.
Kann man dagegen GAR nichts machen? Doch! Fil hat einen verblüffend komplizierten Trost parat, den wir natürlich nicht in diesem Pressetext verraten. Da kommt erst mal schön in die Show, macht mal Zahlemann und Söhne an der Kasse, ihr Kunden, umsonst ist der Tod (Mist, jetzt haben wir den Trost doch ausgeplaudert. Aber es gibt auch ganz tolle Lieder.) Loriot meinte einst: »Altern ist eine Zumutung« – Fils Show ist eine Offenbarung.

FIL ist Bühnenhumorist und Zeichner und der Band DIE ÄRZTE zufolge der lustigste Mensch des Universums. Finden wir auch. Er wurde 1966 in Berlin geboren und auch bekannt durch seine Comics um die beiden proletarischen Schweine »Didi & Stulle«, die regelmäßig in der zitty (†) erschienen. 2011 gewann FIL den Goldenen Rostocker Koggenzieher.

Vvk. 20 €/15 € erm.* zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei mvticket.de, Abendkasse: 25 €/18 € erm.*
Studierende der Uni Rostock/hmt Rostock frei mit dem Kulturticket des AStA. Anmeldung: reservierung@literaturhaus-rostock.de

*Ermäßigt für: Schüler:innen, Mitglieder im Literaturhaus Rostock e.V., Warnowpass-Inhaber:innen Schwerbeschädigte und Inhaber:innen einer Ehrenamtskarte

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 23. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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