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Meer. Natur. Inspiration.

© André Pristaff (TuK)

Fest der Moorgeister 2027

· 16:00 Uhr
Müritz-Ost

Gruselig und schaurig-schön geht es zu, wenn es wieder heißt: »Die Moorgeister kommen!« Die abendlichen Wanderungen durch »Murmanns Reich« sind stets ein besonderes Erlebnis.

Fest der Moorgeister 2027
Murmann und seine Geister im Ostseeheilbad Graal‑Müritz
10. bis 11. September 2027 – Ein magisches Wochenende zwischen Moor und Ostsee

Wenn die Nebel über das Moor ziehen, erwacht der Murmann – jener sagenhafte Moorgeist, der seit Jahrhunderten die Sümpfe und Wälder um Graal‑Müritz bewacht. An diesem Wochenende öffnet er die Tore zu seinem geheimnisvollen Reich und lädt Mutige, Neugierige und Familien zu einem unvergesslichen Fest ein.

Die Geisterallee – wenn ein ganzer Ort zum Zauberreich wird

Die Strandstraße in Müritz Ost verwandelt sich in eine verzauberte Geisterallee: Schattenhafte Gestalten huschen durch kunstvoll gestaltete Gärten, mystische Wesen bewachen Hauseingänge, und die Anwohner werden selbst Teil der Inszenierung. Hier verschmilzt Realität mit Fantasie – ein Erlebnis, das es so nur in Graal‑Müritz gibt.

Informationen zum Programm werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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