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Meer. Natur. Inspiration.

© André Pristaff / TuK

Familienwanderung: Oktober in der Rostocker Heide

· 10:00 Uhr · Konzertpavillon im Rhododendronpark Graal‑Müritz

Torsten Maaß nimmt Familien mit in den Wald vor der Haustür – mit Zeit zum Hinsehen, Raum für Kinderfragen und ein paar Überraschungen, die er nicht vorab verrät.

Wald hat im Oktober mehr zu bieten als Farben. Der Boden ist weich, das Licht fällt flacher zwischen die Stämme, und wer langsam geht, entdeckt Spuren, die gestern noch nicht da waren.

Unterwegs geht es weniger ums Namenlernen als ums Beobachten. Torsten Maaß kennt die Heide gut und zeigt, worauf sich der Blick lohnt – am Boden, am Wegrand, zwischen den Bäumen. Kinderfragen sind ausdrücklich erwünscht; sie führen meist zu den besten Entdeckungen.

Rostocker Heide – Natur entdecken und erleben
Dienstag, 20. Oktober 2026, 10:00 Uhr
Treffpunkt: Konzertpavillon im Rhododendronpark Graal‑Müritz
Leitung: Torsten Maaß im Auftrag der Tourismus- und Kur GmbH Graal‑Müritz, Rostocker Str. 3, 18181 Graal‑Müritz

Eintritt frei

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Dienstag, 20. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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