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Meer. Natur. Inspiration.

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Die Schatzkiste aus Amerika – Von Rostock nach Florida und zurück – Die Familie Siegmann aus Rostock

· 10:00 Uhr · Max-Samuel-Haus Rostock

Eine Ausstellung des Max-Samuel-Hauses Rostock in Zusammenarbeit mit der Richard-Siegmann-Stiftung Rostock

Dienstag bis Freitag 10–16 Uhr und nach Vereinbarung

Eröffnung: Donnerstag, 18. Juni um 18 Uhr im Beisein von Louisa und ihrer Familie

4 € Eintritt (bis 18 Jahre und Student:innen mit AStA-Kulturticket frei)

Ausstellungsführungen (auch nach Vereinbarung):

am 15.07. 29.07. 12.08. 27.08. 08.09. 22.10. 12.11. jeweils um 17 Uhr

je 7 € Eintritt (bis 18 Jahre und Student:innen mit AStA-Kulturticket frei)

 

Louisa lebt in den USA. Sie hat eine »Schatzkiste« gefunden. Darin die Geheimnisse ihrer Familiengeschichte. Über 100 Jahre gesammelt und von Rostock nach Florida getragen.

Ihr Urgroßvater war Richard Siegmann, einst Direktor der Rostocker Straßenbahn.

Den Abgründen der deutschen und der Weltgeschichte ausgesetzt, versuchten ihre Vorfahren zu überleben. Ihren Großeltern ist es gelungen. Wie haben sie es geschafft?

Die Antwort steht in der Kiste, die Louisa uns Rostockern schenkte. Die Kiste, die wir geöffnet und ausgepackt haben.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Donnerstag, 12. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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