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Meer. Natur. Inspiration.

© photo: uwe hauth

David Hermlin and his Swing Dance Orchestra mit dem Programm »Jews in Jazz«

· 18:00 Uhr · Kirche Warnemünde

Im Rahmen der 10. Jüdischen Kulturtage in Rostock 2026

Im Jahre 1987 gründete Andrej Hermlin die »Swing Dance Band«, aus der ein Jahrzehnt später das »Swing Dance Orchestra« wurde. Das Orchester war und ist der amerikanischen Musik der Dreißigerjahre – dem Swing – gewidmet. Es hat in den vergangenen Jahrzehnten in New York, Hongkong, Tel Aviv, Mailand, Wien, London und vielen anderen Städten der Welt gespielt. Das Orchester ist regelmäßiger Gast in den großen Konzerthäusern unseres Landes, wie der Philharmonie in Berlin oder der Laeiszhalle in Hamburg.

Im Programm »Jews In Jazz« erinnert das Orchester an die großartigen jüdischen Musiker und Komponisten, die die Entwicklung des Swing in den dreißiger Jahren maßgeblich bestimmt haben. Es erklingen Kompositionen von Gershwin, Berlin und Kern, und natürlich darf auch das berühmte »Bei Mir Bist Du Schoen« in der Version von Benny Goodman nicht fehlen – gesungen von Rachel Hermlin.

Anfang 2026 übernahm Sänger und Schlagzeuger David Hermlin, der Sohn des Orchestergründers, die Leitung der Band. Noch immer spielt das Orchester die amerikanische Musik der Dreißigerjahre. So authentisch wie möglich, wozu originalgetreue Garderobe, ebensolche Frisuren, Pulte und nicht zuletzt auch die Arrangements gehören. Diese werden allerdings Inzwischen von David Hermlin geschrieben, was zu einer noch größeren Lebendigkeit und Kreativität im Orchester beigetragen hat. In unserer Zeit, die manchmal grau und bedrohlich wirkt, ist die Musik des »Swing Dance Orchestra« Balsam für die Seele und das beste Heilmittel gegen jeden Trübsinn!

Adresse

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Ebenfalls am Sonntag, 25. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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