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Meer. Natur. Inspiration.

© Bianca Nuvola

CHRISTIAN HAASE SOLO – aber einmal

· 17:00 Uhr
Compagnie de Comedie, BÜHNE 602

Liedermacher und Seilschaft-Sänger Christian Haase geht auf Solo-Tour und bringt mit »aber einmal« genau das auf die Bühne, was seine Auftritte seit Jahren ausmacht: Haltung, Humor und eine Spürbarkeit, die man im durchgestylten Kulturbetrieb zu oft vermisst. 

Haase ist kein Mann für glattpolierte Banalitäten. Seine Lieder erzählen von realen Brüchen und Wendepunkten des Lebens, vom Mut, auch gegen den Strom zu schwimmen, von Begegnungen abseits digitaler Dauerbeschallung und von seinen Erfahrungen als Pendler zwischen Konzerten und dem Alltag als Orangen- und Olivenbauer auf Sizilien.

Mit ihm steht kein Selbstdarsteller auf der Bühne, sondern ein authentischer Geschichtenerzähler, der die Traditionen deutscher Liedermacher fortschreibt und dabei völlig im Hier und Jetzt verankert ist. Mit Liedern aus all seinen Alben und dem Repertoire der Seilschaft, ist »aber einmal« ein kraftvolles Plädoyer für die Unvernunft des Herzens und somit ein Abend für alle, die wissen oder daran erinnert werden wollen, dass es für einen ersten Schritt niemals zu spät ist.

Reservierungen: 03 81/ 203 60 84

Kartenvorverkauf:

BÜHNE 602, Warnowufer 55, Rostock

Mo – Fr von 10:00–12:00 Uhr

Fr von 14:00–18:00 Uhr

(Keine Kartenzahlung möglich)

oder Online:

www.mvticket.de/b602shop

Abendkasse ist 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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