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Meer. Natur. Inspiration.

© Lucia Zust / Nationalparkamt Vorpommern

Bodden im Blick

· 11:00 Uhr · Hafen Müggenburg

Mit dem Nationalpark-Ranger unterwegs: Fahrradtour entlang des Boddens bei Zingst

Viele unserer Besucherinnen und Besucher hören hier das Wort »Bodden« zum ersten Mal. Dabei haben die Lagunen der Ostsee eine besondere Geschichte. Sie sind für unsere Küstenlandschaft so bedeutsam, dass sie Namensgeber unseres Nationalparks sind. Doch was haben die Boddengewässer mit Mooren zu tun? Falls Sie neugierig geworden sind, dann schließen Sie sich doch unseren Rangerinnen und Rangern auf einer Fahrradtour entlang des Boddens und durch den Osterwald an!

Treffpunkt: 11:00 Uhr Hafen Müggenburg

Dauer: ca. 2,5h 

>> Zur Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen. 

Die Teilnehmerzahl pro Führung ist begrenzt. 

Eine Anmeldung ist 2 Wochen vorher bis spätestens zum Vortag 15:00 Uhr erforderlich.

Bei weiteren Fragen sind wir per Mail: veranstaltungen@npa-vp.mvnet.de oder telefonisch unter: 0385 588 638-51 in der Zeit von Mo-Do 09:00–15:00 Uhr, Fr bis 14:00 Uhr erreichbar.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 23. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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