Zum Inhalt springen

Meer. Natur. Inspiration.

© Antje Cremer "Waldesleuchten"

Antje Cremer »Land im Licht«

· 17:00 Uhr
Haus des Gastes

In meinen Kalender
Freunde einladen

Ausstellungseröffnung

Antje Cremer, geboren 1959, lebt und arbeitet in Hilden bei Düsseldorf und in Prerow auf dem Darß. Ihre Familie stammt aus einem Dorf bei Rostock – belegt bis ins 17. Jahrhundert –, und obwohl sie große Teile der Welt bereist hat, hat keine Landschaft sie so ergriffen wie diese. In der Ausstellung »Land im Licht« zeigt sie Arbeiten aus den Buchenwäldern am Weststrand, vom Prerowstrom und von der Ostseeküste. Ihre Malerei führt die Tradition der Ahrenshooper Malerinnen in einen zeitgenössischen Fauvismus über: Ein Waldweg, der beim flüchtigen Blick nur braun erscheint, zeigt bei längerem Hinsehen Rosa, Orange, Gelb, Blau und Grün – diese Farben macht sie sichtbar. Neben den landschaftsgebundenen Arbeiten sind Bilder zu sehen, die rein intuitiv entstehen und bis an die Grenze zur Abstraktion gehen. Zentrale Themen sind dabei immer Licht und Wege. Denn Wege sind Übergänge – und auch im Prozess der Malerei ist der Weg das Ziel. Die Ausstellung kann bis zum 02. April 2028 zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden.

Der Eintritt ist frei.

Titel der Abbildung: »Waldesleuchten«, Acryl auf Leinwand, 100×70 cm

Weitere Informationen:
https://cremer-kunst.de/

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Freitag, 22. Oktober 2027

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

So zählen wir »Mag ich«

Gezählt wird jeder Klick auf »Mag ich« ohne Anmeldung. Wir prüfen nicht, wer klickt und ob die Veranstaltung besucht wurde. Ab zehn Klicks zeigen wir die Zahl an. Ihre Merkliste »Meine Termine« liegt nur in Ihrem Browser.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


Urlaubsmagazin bestellen Magazin online blättern