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Meer. Natur. Inspiration.

© Anne-Kathrin Benz „Golden“

Anne-Kathrin Benz »Fließende Grenzen«

· 17:00 Uhr
Haus des Gastes

Ausstellungseröffnung

Fotografie, Aquarelle und Fotomalerei

Anne-Kathrin Benz, Jahrgang 1963, geboren in Rostock, Diplom-Agraringenieur, ist nach Lebensstationen in Berlin und Dresden seit acht Jahren wieder an der Ostsee beheimatet. »Die Küste war immer meine Sehnsuchtslandschaft. Wo Land und Meer sich berühren, bleibt nichts unverändert, ist alles ist in Bewegung und ständigem Wechsel. Trotzdem finde ich gerade hier meine innere Ruhe.«

Die Fotografie ist dabei von Anfang an Instrument der mentalen Fokussierung. Unterwegs in der freien Natur, oft am Wasser, hält die Fotografin mit genauem Blick den Moment fest, wo Flächen und Farben einander zwar begrenzen, aber auch ineinander übergehen – um schon im der nächsten Sekunde in ein ganz anderes Bild zu fließen. Verwischte Konturen und gezielt eingesetzte Unschärfe lassen manche der Fotos wie impressionistische oder abstrakte Malerei wirken.

Zahlreiche Ausstellungen, vor allem in und um Dresden, Berlin und entlang der Ostseeküste sind Teil der fotografischen Biografie von Anne-Kathrin Benz. Ergänzt und erweitert wird die künstlerische Palette dabei seit einigen Jahren um Aquarelle und um Werke, in denen Fotografien mit Feder und Pinsel verändert sind. Damit lösen sich nicht nur Konturen und Farben, sondern auch Genregrenzen auf. Es entstehen Bilder, die ihren Impuls und ihre Gestalt von Beginn an aus der Reflexion der Innenwelt gewinnen.

Die Ausstellung kann bis zum 17. Oktober 2027 zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden.

Der Eintritt ist frei.

Titel der Abbildung: »Golden«, 80 cm x60 cm, Digitaldruck »Inkjet«, matt

Weitere Informationen:
https://www.anne-benz.de/

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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