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Meer. Natur. Inspiration.

© Thomas Mandt

Anatevka (Fiddler on the Roof)

· 19:30 Uhr · Volkstheater Rostock - Großes Haus

Basierend auf den Geschichten von Scholem Alejchem / Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Pearl / Spartenübergreifende Inszenierung

Buch von Joseph Stein / Musik von Perry Bock / Gesangstexte von Sheldon Harnick / Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen / Produziert für die Bühnen in New York von Harold Prince / Original-Bühnenproduktion in New York inszeniert und choreografiert von Jerome Robbins
Anatevka kehrt zurück auf die Bühne des Volkstheaters! Die Geschichte des ukrainisch-jüdischen Dörfchens und seiner ihr bescheidenes Glück suchenden, zutiefst menschlichen Bewohnerinnen und Bewohner ist zeitlos. Zeitlos sind natürlich auch die Hits des Musicals, wie etwa Wenn ich einmal reich wär´ von Tevje, dem wohl berühmtesten Milchmann der Welt. Oder der Eingangschor Tradition. Jedoch gerät die Tradition der Dorfgemeinschaft ins Wanken, denn die fünf Töchter Tevjes wollen doch tatsächlich heiraten, wen sie lieben, und nicht den jeweiligen Bräutigam, der für sie ausgewählt wurde. Hat der Familienvater als noch so wohlmeinender Patriarch endgültig ausgedient? Werden die Töchter glücklich werden? Wie wird der Metzger Lazar Wolf mit der Blamage umgehen, dass seine bereits verkündete Hochzeit abgeblasen wird? Und was soll nun aus der Heiratsvermittlerin Jente werden? Am Ende spielt das keine Rolle mehr, denn die Tradition wird noch viel mehr erschüttert: Das letzte Wort werden die neuen politischen Umstände haben.
Ulrich Wiggers, ein gefeierter Schauspieler, ist seit Jahren einer der erfolgreichsten Musical-Regisseure und kommt für Anatevka erstmals nach Rostock.

Adresse

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Ebenfalls am Samstag, 24. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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