Zum Inhalt springen

Meer. Natur. Inspiration.

© Holger Martens

Warnemünde entdecken – vom Fischerdorf zum Seebad

· 11:00 Uhr · Rostock-Information Warnemünde

Gästekarte 12 €

Unter dem Motto »Warnemünn ankieken« zeigt der Rundgang Warnemünde zwischen Fischerdorf und Seebad: entlang des Alten Stroms, durch historische Gassen und maritime Orte. Edvard-Munch-Haus, Leuchtturm und Teepott setzen Akzente. Die Tour verbindet Hafenleben, Bäderkultur und Küstenatmosphäre und macht die vielfältige Entwicklung des Ortes sichtbar.

Dieser Rundgang lädt dazu ein, Warnemünde in all seinen Facetten zu erleben – vom historischen Fischerdorf bis zum lebendigen Seebad. Unter dem Motto »Warnemünn ankieken« führt der Spaziergang zu den charmantesten Ecken des Ortes und öffnet den Blick für seine bewegte Geschichte zwischen Hafenleben, Strandkultur und maritimer Tradition.
Auf dem Weg entlang des Alten Stroms wird sichtbar, wie eng das Leben der Fischer mit dem Wasser verbunden war. Die Brücke am Alten Strom, die Erläuterungen zu den Werften, die malerische III. Querstraße und die Alexandrinenstraße mit dem Brunnen zum »Warnemünder Ümgang« zeigen ein Viertel, das seine Wurzeln bewahrt und dennoch mit der Zeit gegangen ist.
Zu den besonderen Höhepunkten gehören das Edvard-Munch-Haus, das an den Aufenthalt des Künstlers erinnert, sowie der Bereich rund um Leuchtturm und Teepott, wo Architektur, Strandpromenade und Küstenluft ein einzigartiges Ambiente schaffen.
Der Rundgang verbindet Geschichte, Seefahreratmosphäre und Bäderkultur – ein Spaziergang, der Warnemünde in seiner ganzen Vielfalt sichtbar macht und zeigt, wie aus einem kleinen Fischerdorf eines der bekanntesten Seebäder an der Ostseeküste wurde.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


Urlaubsmagazin bestellen Magazin online blättern