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Meer. Natur. Inspiration.

© Edwina Goldstone

VERTEIDIGUNG DES GEHEIMNISSES

· 11:00 Uhr · Neues Kunsthaus Ahrenshoop

Finnische Kunst in Ahrenshoop: Eine Hommage an das Verborgene

Als Gegenentwurf zu unserer von ständiger Sichtbarkeit geprägten Gegenwart rückt diese Ausstellung ganz bewusst das Geheimnisvolle in den Mittelpunkt. Zehn Kulturschaffende aus Finnland laden dazu ein, die Grenzen zwischen Traum, Fantasie und Erinnerung zu erkunden. Ihre Werke schaffen geschützte Räume für das Unausgesprochene und beweisen: Es muss nicht immer alles restlos beleuchtet und erklärt werden.

  • Mit Werken von: Edwina Goldstone, Johannes Kangas, Satu Kiuro, Salla Laurinolli, Samuli Laurinolli, Pilvi Ojala, Kukka Pitkänen, Minttu Saarinen, Katri Stenberg und Anssi Taulu.
  • Kuration: Olivia Franke
  • Kooperationspartner: Ars Häme ry (Hämeenlinna)

Eröffnung am Samstag, 5. September 2026, 17 Uhr

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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