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Meer. Natur. Inspiration.

© HTR Hansetouristik Rostock

Nachtwächterführung durch die Rostocker Altstadt

· 20:00 Uhr · St. Petrikirche Rostock

Begleiten Sie den Rostocker Nachtwächter auf seinem abendlichen Rundgang durch Rostocks ältesten und ursprünglichsten Stadtteil. Erleben Sie einen spannenden, unterhaltsamen Abend und hören Sie Geschichten aus vergangenen Tagen und dem Leben der Nachtwächter.

»Hört Ihr Leut‘ und lasst Euch sagen…« Mit diesem Ruf beginnt der Rostocker Nachtwächter seinen Rundgang. Standesgemäß gekleidet mit Umhang, Hellebarde und Signalhorn berichtet er von »liderlichen Dirnen«, »Bönhasen«, »unehrlichen Leuten« und vielem mehr. Währenddessen führt er durch Rostocks ältesten Stadtteil – die östliche Altstadt.

Die Nachtwächterführung ist für alle Altersklassen geeignet. Öffentliche Rundgänge beginnen um 20:00 Uhr an der Petrikirche. Von Mai bis Oktober erwartet Sie der Nachtwächter jeweils montags, freitags, und samstags. Im Winter (von November bis April) haben Sie an Montagen und Samstagen die Gelegenheit, ihn zu begleiten.

Tickets gibt es hier >>

oder bei Rostock Touristik am Neuen Markt 12 (gegenüber Rathaus). Restkarten verkauft der Nachtwächter vor Ort. Um Voranmeldung unter 0381 / 25 222 944 wird dringend gebeten.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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