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Meer. Natur. Inspiration.

© Foto von Jeremy Yap auf Unsplash

Mittwochskino

18. November 2026 | Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

· 19:00 Uhr · Haus des Gastes Graal‑Müritz

In entspannter Atmosphäre präsentieren wir Filmklassiker, Kultfilme und besondere Filmperlen auf großer Leinwand.

Mittwochskino im Haus des Gastes Graal‑Müritz

Mittwoch, 18. November 2026 · 19 Uhr
Haus des Gastes
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Deutschland 2026 · 137 Minuten · FSK 6
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=lHjdCsrCDnM

Mit zwanzig wird Joachim unerwartet an der renommierten Münchner Schauspielschule angenommen und zieht in die großbürgerliche Villa seiner exzentrischen Großeltern Inge und Hermann. Zwischen den Prüfungen der Theaterwelt und den skurrilen, meist alkoholgetränkten Ritualen der Großeltern sucht er seinen Platz im Leben. Nach »Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war« die zweite Verfilmung aus Joachim Meyerhoffs autobiografischer Romanreihe, mit Bruno Alexander, Senta Berger und Michael Wittenborn. Regie: Simon Verhoeven.

Veranstalter: Tourismus- und Kur GmbH Graal‑Müritz, Rostocker Str. 3, 18181 Graal‑Müritz | 038206 7030 | events.graal-mueritz.de

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Mittwoch, 18. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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