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Meer. Natur. Inspiration.

© Stefanie Auer/Humanfotografie

Katharina Elsner: »Beschimpft, beschämt und bloßgestellt«

· 20:00 Uhr · anderebuchhandlung

Buchpremiere & Gespräch | Moderation: Everest Girard (LiteraturRat M-V)

Gewalt durch Lehrkräfte ist ein Tabuthema. Doch sie passiert und hat viele Facetten. Die in Rostock lebende Journalistin Katharina Elsner, selbst ausgebildete Lehrerin, hat sich in Hörfunk-Features mit dem Thema und der Perspektive von Betroffenen auseinandergesetzt – neben Schüler:innen und Eltern auch Lehrkräfte, die Zeug:in werden und kein Gehör finden. In ihrem Buch zeigt Elsner, warum das Thema oft im Verborgenen bleibt, und macht Mut, das Schweigen zu brechen. Sie zeigt, wie Schulen ein sicheres Umfeld schaffen können, wie Lehrkräfte und Eltern Anzeichen von Gewalt erkennen und welche konkreten Schritte helfen können. Denn niemand sollte durch Lehrkräfte Gewalt erleben – und niemand sollte dabei zusehen müssen.

Karten: 12 €/8 € erm. für Mitglieder des Literaturhaus Rostock e.V., erhältlich in der anderen buchhandlung sowie zzgl. Gebühr im Pressezentrum/bei mvticket.de

Erm. 5 € für Schüler:innen, WarnowPass-Inhaber:innen, Schwerbeschädigte und Inhaber:innen einer Ehrenamtskarte MV – wir bitten um Anmeldung unter reservierung@literaturhaus-rostock.de

Kulturticket für Studierende der Universität Rostock, der hmt Rostock sowie der FH Wismar – wir bitten um Anmeldung unter reservierung@literaturhaus-rostock.de

Ort: andere buchhandlung, Wismarsche Str. 6/7, 18057 Rostock

Eine Kooperation mit der anderen buchhandlung.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Dienstag, 27. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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