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Meer. Natur. Inspiration.

© Simon Diefenbach

HARMONIE

· 20:00 Uhr · Compagnie de Comedie, BÜHNE 602

Musik und Kabarett mit MATTHIAS NINGEL 

In seinem fünften Soloprogramm geht es Ningel um das große Ganze: Um

Harmonie – in Musik und Gesellschaft. Schon die alten Griechen hatten einen

verwegenen Gedanken: Musikalische Harmonie und kosmische Harmonie basieren

auf der gleichen Ordnung. Ningel führt diesen Gedanken fort und fragt sich, wie es

um die Harmonie der Gegenwart steht. Warum fühlen sich die heutigen Zeiten so

aus dem Takt geraten an? Ist der Puls der Zeit nicht vielmehr ein Kammerflimmern?

Und warum können diese ganzen Menschenfeinde weder singen noch tanzen? Ob

schmerzhafte Nierenkoliken, versteckte Tragödien unterm eigenen Laminatboden

oder die Omnipräsenz von Bildschirmen im öffentlichen Raum: Mit Gesang, Klavier,

Synthesizer und diversen Kleininstrumenten überträgt er gesellschaftliche

Phänomene in Musik. 

Trotz vielfacher Auszeichnungen mit Kleinkunstpreisen weiß Matthias Ningel leider

auch nicht wie man die Welt in Ordnung bringt. Aber als promovierter Musiker und

Kabarettist versucht er das Chaos zu ordnen bis ein stimmiges Ganzes heraustritt.

Er entlockt den Dingen ihre Musikalität, macht aus Wörtern Drumgrooves und

schafft es sogar, die kreischende Spargelschälmaschine zum Soloinstrument im

Weltenorchester zu machen. Harmonie ist universelles Musikkabarett für alle

Generationen und eine Liebeserklärung an die Musik. 

Reservierungen: 0381/ 203 60 84

Kartenvorverkauf in der BÜHNE 602

Warnowufer 55, 18057 Rostock

Mo – Fr von 10:00–12:00 Uhr

Fr von 14:00–18:00 Uhr

(Keine Kartenzahlung möglich)

oder Online:

www.mvticket.de/b602shop

Die Theaterkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 14. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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