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Meer. Natur. Inspiration.

© Marcel Glasenap

Führung in der Saaler Kirche (Störtebeker-Kirche)

· 14:00 Uhr · Dorfkirche Saal

Führung in der sagenumwobenen Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert

Die Dorfkirche Saal ist ein stattlicher Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Nach dendrologischen Untersuchungen wurde der freistehende hölzerne Glockenturm 1285 erbaut, einzigartig in seiner Form. Der Taufstein aus dem frühen 13. Jh ist das älteste Inventar der Kirche. 

Der Sage nach führte ein unterirdischer Gang hinter dem Altar bis zum Bodden. Die Kirche hat damals auch Störtebeker Unterschlupf geboten.

Einer anderen Sage nach befindet sich unter dem Glockenturm ein Hohlraum, in dem ein Teil des Templer Schatzes versteckt wurde, den einer der Templer gestohlen hatte. Es handelte sich um den die in England 1216 verschwundenen Reichsinsignien Johann Ohnelands.

Termine: Von Mai bis Oktober jeden Mittwoch (individuelle Termine nach Absprache)
Beginn: 14:00 Uhr
Dauer: 1 h
Treffpunkt: Parkplatz vor der Saaler Kirche
Kosten: 15,00 Euro p.P.
Mindestteilnehmerzahl: 5 Personen
Anmeldung erforderlich bis 1 Tage vorher telefonisch unter 0172 9903729 oder per E-Mail
Tourenleitung: Pierre Koseck, Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Mittwoch, 14. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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