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Meer. Natur. Inspiration.

© Laengengrad Filmproduktion

Festivalgespräch: Budgets schmelzen, Sendeplätze schwinden, Risiken steigen

· 14:00 Uhr · Darßer Arche Wieck

Darßer NaturfilmFestival 2026: Fachforum

Müssen wir den Naturfilm neu denken? Und wenn ja, welche Ausspielmöglichkeiten wird es für den Naturfilm in Zukunft noch geben? Wie könnte der Wandel vom linearen Fernsehen zu digitalen Formaten aussehen? Was machen die öffentlich-rechtlichen Sender, um größere Reichweite und jüngere Zielgruppen zu erreichen?

Podiumsdiskussion: Christian Cools (ehem. Redakteur bei ARTE G.E.I.E.), Klaus Kunde-Neimöth (Redakteur, Westdeutscher Rundfunk Köln), Anne Olzmann (Geschäftsführerin, Albatross World Sales GmbH), Thomas Weidenbach (Geschäftsführer und Produzent, Längengrad Filmproduktion GmbH)


Datum: 10.10.2026 um 14:00 Uhr 
Einlass: 13:30 Uhr 
Ort: Darsser Arche Wieck, Bliesenrader Weg 2, 18375 Wieck a. Darss
Preis:  Eintritt frei
Programm & Tickets: www.deutscher-naturfilm.de
und in den Tourist-Informationen der Spielorte.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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