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Meer. Natur. Inspiration.

© Elke Siml

Eröffnung Schlösserherbst im Kranich Museum

· 16:00 Uhr · Kranich Museum & Hotel - Gutshof Hessenburg

Zur Eröffnung des Schlösserherbstes 2026 geht es ins Kranich Museum & Hotel im Gut Hessenburg. Ab 16 Uhr findet die Finnissage der Ausstellung von Elke Siml mit musikalischer Begleitung statt.

Das Gutshaus in Hessenburg liegt unweit der Boddenküste, inmitten der Gebiete, in denen im Herbst die Kraniche durchziehen. Das Kranich Museum hat sich mit seiner stetig wachsenden Sammlung zeitgenössischer Kunst zu einem Gesamtkunstwerk von internationalem Rang entwickelt.

Finisage Ausstellung Elke Siml – Programm ab 16 Uhr

  • Begrüssung der Gäste durch Bettina Klein
  • Moderne Komposition auf der Flöte von Ronny Bruch (studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock klassisches und populäres Schlagwerk)
  • Einführung in das Werk von Elke Siml, Gespräch mit der Künstlerin
  • Moderne Komposition auf dem Xylophon von Ronny Bruch
  • Führung durch das Kranich Museum mit Bettina Klein

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 24. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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