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Meer. Natur. Inspiration.

© Thomas Fritzsching

Die geklaute Band »Silly«

· 19:30 Uhr · Ringelnatz Warnemünde

Buchlesung mit Thomas Fritzsching

Thomas Fritzsching,
ist der Initiator, Gründer und Namensgeber der Berliner Band »Silly«. Von 1977 bis 1994, war er ihr Gitarrist und Bandleader.
Er hatte die Vision für eine Band, die sich von allen DDR-Rockbands deutlich unterscheiden sollte. Auf der Suche nach neuen Wegen war es eine zweimonatige Clubtour in Amsterdam, die ihn maßgeblich inspirierte und ihn ermutigte, seine Idee in die Tat umzusetzen.
Die Anfangsjahre waren schwer. Ohne Thomas Fritzsching hätte »Silly« nicht überlebt. Immer wieder suchte und fand er Lösungen, selbst in ausweglosen Situationen. Doch letzten Endes ging seine Strategie auf.
In diesem Buch beschreibt er den langen Weg bis zum Erfolg.
Von Widrigkeiten und Wechselbädern zwischen Euphorie und Verzweiflung.
Von den Versuchen der Mächtigen in den staatlichen Institutionen, die Band mit allen Mitteln und Tricks zu zerstören. Vom Zusammenhalt einer eingeschworenen Gemeinschaft, aber auch von menschlichen Schwächen, Enttäuschungen, Egoismen und Begehrlichkeiten von außen.
Manches benennt er schonungslos offen und manches zurückgenommen, feinfühlig, sensibel. Ebenso zeigt er auch seine eigene schwache Seite.
Die Enttäuschungen sitzen tief. Da war die einseitige Trennung durch seine damaligen Bandkollegen mit der besonderen Rolle der Ikone Tamara Danz, die er einst gecastet hatte. Aber vor allem ist es der respektlose Umgang mit ihm, der selbst bis heute anhält.
Thomas Fritzsching hat es sich von der Seele geschrieben. Er erzählt seine Geschichte souverän, wohl durchdacht und ohne Groll.
Doch das bittere Gefühl des Verlustes seines, wie er schreibt,
»Babys und Lebenswerkes«, bleibt.

Adresse

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Ebenfalls am Samstag, 14. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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