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Meer. Natur. Inspiration.

© Senfmühle Schlemmin

Dem Senfmüller über die Schulter geschaut – Führung und Erklärung

· 14:00 Uhr · Senfmühle Schlemmin

Der Senf aus der Senfmühle in Schlemmin wird in einer Steinmühle kalt vermahlen. Durch dieses traditionelle Mahlverfahren bleiben die ätherischen Senföle erhalten, und der Senf schmeckt wie zu Großmutters Zeiten. Im Anschluss findet eine Senfverkostung statt.

Warum schmeckt ein Senf aus einer traditionellen Senfmühle anders als ein Industriesenf? Wo kommen die Senfsaaten her? Gibt es verschiedene Senfpflanzen? Welche Farbe hat die Senfblüte? Warum nutzt man in Schlemmin eine Steinmühle? Erfahren Sie alles über die Besonderheiten der Senfherstellung und kosten Sie selbst!

Danach empfiehlt sich ein Spaziergang im angrenzenden Schlosspark von Schlemmin sowie eine Kaffeepause auf unserer Terrasse mit frischen Waffeln oder einer herzhaften Wildknacker. Beim örtlichen Landbäcker Brovadan können Sie zudem hervorragendes Brot erwerben.

In unserer Senfmühle in Schlemmin vermahlen wir ungeschälten, nicht entölten Senf im Kaltmahlverfahren mit einer schweren Steinmühle. Durch dieses besonders schonende, traditionelle Mahlverfahren bleiben alle ätherischen Öle erhalten. Insgesamt werden circa 30 verschiedene Senfsorten von süß bis sauscharf, von mild bis pikant und von fruchtig bis würzig mit Liebe hergestellt.

Aus Überzeugung verwenden wir naturbelassene Zutaten. Wir legen großen Wert auf Regionalität und verarbeiten deutsche Senfsaaten, beste Gewürze, Kräuter und Früchte sowie Steinsalz ohne Rieselhilfen. Eine Spezialität unseres Hauses sind besondere Fruchtsenfe, die perfekt zu Käse oder Lachs passen und jedes Salatdressing abrunden. Aber auch Sanddorn- und Schwarzbiersenf für den perfekten Grillgenuss finden ihre Liebhaber. Unsere Steinmühle betreiben wir mit 100 % Ökostrom. Einen Einblick in unseren Produktionsort bieten wir Ihnen durch eine große Glasscheibe direkt in unserem Hofladen.

Führung und Erläuterung rund um den Senf:

  • Von April bis Oktober jeden Di. & Do. um 14 Uhr (Gruppen ab 6 Personen bitten wir um Anmeldung).
  • Hinweis: In Einzelfällen kann die Führung entfallen, wenn Termine wie Inventuren oder Messeauftritte anstehen.

Öffnungszeiten Hofladen mit Hofcafé: Di. bis Do.: 11:00–16:00 Uhr

Sie finden uns auf folgenden Märkten (Mai – Oktober):

  • Dienstag: Thiessow (Rügenmarkt), 09:00–16:00 Uhr
  • Mittwoch: Wieck a. Darß (Darßer Arche), 09:00–13:00 Uhr
  • Donnerstag: Thiessow (Rügenmarkt), 09:00–16:00 Uhr
  • Donnerstag: Graal‑Müritz (Kurstraße), 09:00–15:00 Uhr
  • sowie auf ausgewählten Veranstaltungen wie dem Mittelaltermarkt im Kloster Rühn oder dem Weihnachtsmarkt in Braunschweig (Nov. & Dez.).

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Dienstag, 13. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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