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Meer. Natur. Inspiration.

© Alexander Strohte

Ausstellungseröffnung »Metamorphose – Dachschindel zu Kunstwerk«

· 17:30 Uhr · Roter Pavillon, Bad Doberan

und Wiedereröffnung des Roten Pavillons nach der Sanierung

Der Rote Pavillon auf dem Kamp gehört zu den prägenden Gebäuden der historischen Mitte Doberans. In den vergangenen Monaten hat er ein neues Dach bekommen. 

Mehrere der teilweise verrotteten und bemoosten Holzschindeln des alten Dachs konnten gerettet werden. Künstler des Kunstvereins und andere mit dem Roten Pavillon verbundene bildende Künstler haben diesen ein neues Leben gegeben – als Kunstwerke. So unterschiedlich die beteiligten Künstler arbeiten, so vielfältig sind deren Werke: Malerei, Grafik, Collage, Skulptur. Alles mit und auf Holzschindeln.

Unter dem Titel »METAMORPHOSE – Dachschindel zu Kunstwerk« werden sie vom 10.10. bis 12.12.2026 im Roten Pavillon gezeigt. Die Ausstellung ist geöffnet Mi bis Sa 14:00–17:00 Uhr, Eintritt frei.

Der Kunstverein lädt gemeinsam mit der Stadt Bad Doberan und beteiligten Künstlern ein zur Ausstellungseröffnung und Wiedereröffnung des Roten Pavillons. Eintritt frei. Zur Kulturnacht ist der Rote Pavillon bis 22.00 Uhr geöffnet.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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