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Meer. Natur. Inspiration.

© Werner Zöhl

Werner Zöhl – Zum 100. Geburtstag

· 10:30 Uhr · Dornenhaus Ahrenshoop

Retrospektive zum 100. Geburtstag: Ölbilder & Grafiken des Malers Werner Zöhl (1926–2012), Schüler von Prof. Erwin Hahs, im Ostseebad Ahrenshoop.

Der 1926 in Stendal geborene, seit 1964 bis zu seinem Tod 2012 in Fischerhude (Künstlerkolonie Worpswede) lebende Maler und Grafiker war Schüler und bis zu dessen Lebensende Freund von Prof. Erwin Hahs, der ihm die Kunst der Moderne, den expressionistischen Malstil nahe brachte.

Eine Retrospektive zeigt vor allem Ölbilder ab 1960 und grafische Blätter aus dem beeindruckenden Lebenswerk des Künstlers, die die Entwicklung einer „ganz eigenen unverwechselbaren Bildsprache widerspiegelt, in der die Überlagerung und Mehrschichtigkeit des Gemalten für die Polyvalenz der Bildinhalte steht: Alltägliches und Traumbilder verbinden sich zu Poetischem.

»Beim Malen entdeckte ich die große Bedeutung der Eigenständigkeit von Form und Farbe. Das brachte mich sehr nahe an die Arbeit von Klee und Feininger.« (Zitat W. Zöhl)

Adresse

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Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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