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Meer. Natur. Inspiration.

© Anne Prietzel

Anne Prietzel »Synonym Heimat«

· 10:00 Uhr · Haus des Gastes

aktuelle Ausstellung

Am Tor zum Fischland aufgewachsen, unternahm die 1990 geborene Anne Prietzel mit Anfang 20 eine 10-jährige Studienreise durch die Welt. Inspiriert durch die Schönheit und Freundlichkeit der Menschen, porträtierte sie charakterstarke Gesichter und lernte die Acryl- und Ölmalerei am amerikanischen Institut für Kunst. Der Ruf der Heimat führte Prietzel zurück auf die Halbinsel nach Born, hier spezialisierte sie sich auf die Kunst- und Keramikmalerei und arbeitet seither als freischaffende Künstlerin. »Die Rückverbindung zur Heimat sind für mich die endlose Weite des Meeres, die Reise der Kraniche, die Wiesen und Wälder und die Faszination zu den Menschen und deren Traditionen«, so Prietzel. Mit diesem Ansatz entstand die Serie »Synonym Heimat«, eine Liebeserklärung zur Region Fischland-Darß-Zingst. Die Ausstellung kann bis zum 16. Oktober 2026 zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden.

Der Eintritt ist frei.

Titel der Abbildung: »Horizont der Freiheit«

Weitere Informationen:
https://www.anneprietzelaprie.com/

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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