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Meer. Natur. Inspiration.

© Hans-Jürgen Krull

3. Tessiner Buchmesse

· 10:00 Uhr · Volksparksaal Tessin

Rund 70 Verlags- und verlagsunabhängige Autorinnen und Autoren präsentieren bei der 3. Tessiner Buchmesse ihre Bücher. Die Besucher erwartet eine große Genrevielfalt, persönliche Gespräche an den Ständen und Lesungen über den Tag verteilt. Der Eintritt ist frei.

Am 7. November öffnet die Tessiner Buchmesse zum dritten Mal ihre Türen. Von 10 bis 17 Uhr präsentieren im Volksparksaal Tessin rund 70 Verlags- und verlagsunabhängige Autorinnen und Autoren ihre Bücher.

Die Bandbreite reicht von Fantasy, Krimi und Thriller über Liebes- und Gesellschaftsromane bis hin zu historischen Romanen, Lyrik sowie Kinder- und Jugendbüchern. An den Ständen können Besucherinnen und Besucher mit den Autorinnen und Autoren ins Gespräch kommen, neue Bücher entdecken und natürlich auch direkt vor Ort kaufen.
Über den Tag verteilt finden außerdem Lesungen statt, bei denen einige der teilnehmenden Autorinnen und Autoren ihre Bücher vorstellen.
Im vergangenen Jahr besuchten rund 750 Menschen die Tessiner Buchmesse. 2026 geht sie nun in ihre dritte Ausgabe.

Eintritt frei

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 7. November

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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