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Meer. Natur. Inspiration.

© Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan

18. Bad Doberaner Kulturnacht – im Stadt- und Bädermuseum –

· 16:00 Uhr · Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan, Möckelhaus

Erleben Sie einen abwechslungsreichen Abend voller Geschichte, Musik und Rätselspaß für die ganze Familie in der neogotischen Villa des Gotthilf L. Möckel!

Das Programm im Überblick

Sonderausstellung »ORA et LABORA et LEGE«

Entdecken Sie historische Schriften, detailreiche Briefmarken und seltene Medaillen, die das klösterliche Leben aus einer anderen Perspektive zeigen.

Sonderausstellung auf der Galerie »– FRAUEN – Gesichter der Stadt«

Wir präsentieren eine Auswahl von Doberanerinnen, die auf unterschiedliche Art und Weise das Stadtbild geprägt haben u.a. Brigitte Ringeling, Kate Diehn-Bitt, Etta von Oertzen, Alexandrine, Lucie Höflich, Helene Busch, Hanna Eggers und Renata Ahrens.

Museumsquiz für Kinder

Auf unsere jüngeren Gäste wartet ein spannendes Abenteuer. Wer alle kniffligen Rätsel lösen kann, wird offiziell zum Museumsdetektiv ernannt!

»Blind Date« im Museum 

Wagen Sie ein Experiment! Hinter humorvollen Rätseln verbergen sich unsere Ausstellungsstücke. Lassen Sie sich überraschen und entdecken Sie die Exponate auf eine sehr ungewohnte Weise.

19:00–21:00 Uhr | Live-Musik mit Norbert Sass 

Genießen Sie einen stimmungsvollen Abend. Norbert Sass singt für Sie die zeitlosen Lieder von Reinhard Mey und Hannes Wader sowie die schönsten Balladen des Ostens.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 10. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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