Zum Inhalt springen

Meer. Natur. Inspiration.

© Fotografin Tetiana Vasylevska

10. Jüdische Kulturtage 2026 – Ukrayiddish – Konzert mit dem Trio Jean Yanochkin, Daria Fomina und Oles (Amiram) Volinchik

· 19:00 Uhr · Compagnie de Comedie, BÜHNE 602

10. JÜDISCHEN KULTURTAGE

UKRAYIDDISH – УкраЇдиш – אוקראיידיש

Trio JEAN YANOCHKIN, DARIA FOMINA UND OLES (AMIRAM) VOLINCHIK

UkraYiddish ist ein Projekt des jüdischen Musikers Oles (hebr.: Amiram) Volinchik, das dem Publikum einzigartige Übersetzungen von ukrainischen Liedern ins Jiddische und von Jiddischen Liedern ins Ukrainische präsentiert. Das Konzertprogramm wird durch fantasievoll arrangierte und virtuos und mitreißend gespielte jiddische und hebräische Lieder und Tänze abgerundet. Außerdem berichtet der Künstler von seinen Reisen nach Israel und in die Ukraine, welche er während des Kriegs regelmäßig unternommen hat, um mit den Menschen vor Ort gemeinsam zu musizieren. Im Live-Programm wird Oles Amiram Volinchik von hochkarätigen Musikvirtuosen Daria Fomina und Jean Yanochkin unterstützt.

Das authentische Programm bringt Individuen unterschiedlichster Kulturen, Sprachen, Ethnien und Religionen zusammen. Das Konzert bietet eine außergewöhnliche Möglichkeit, neue, spannende und unbekannte Dimensionen der jüdischen Kultur kennenzulernen. Es ist interaktiv und bietet Raum zum Mitsingen und Mittanzen. Ukrainische und jüdische Kulturen waren in der Ukraine schon immer untrennbar miteinander verwoben und sind vom gegenseitigen Einfluss geprägt. Die herausragende, facettenreiche und einzigartige jüdische Kultur ist ein essenzieller und wertvoller Bestandteil des kulturellen Erbes der Ukraine.

UkraYiddish – УкраЇдиш – אוקראיידיש lädt die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine spannende und abwechslungsreiche Reise ein, an Orte, an denen man den Puls der Welt spürt. Das unvergleichliche Projekt ist weltweit mit Begeisterung aufgenommen worden. Es gab Presseberichte in den USA, in der Ukraine, in Israel und Deutschland.

Der überwiegende Teil der Lieder ist auf Jiddisch. Ergänzend gibt es einige Lieder auf Hebräisch und Ukrainisch. Außerdem gibt es einige Instrumentalstücke. Den Technikbedarf sprechen wir später direkt mit den Musikern ab.

Die Info zu dem Programm und den Link zur Webseite der Gruppe findet man auch hier: https://kulturprogramm.zentralratderjuden.de/zdj-kulturprogramm/ukrayiddish-%d1%83%d0%ba%d1%80%d0%b0%d1%97%d0%b4%d0%b8%d1%88-%d7%90%d7%95%d7%a7%d7%a8%d7%90%d7%99%d7%99%d7%93%d7%99%d7%a9/

Reservierungen: 0381/ 203 60 84

Kartenvorverkauf in der BÜHNE 602

Warnowufer 55, 18057 Rostock

Mo – Fr von 10:00–12:00 Uhr

Fr von 14:00–18:00 Uhr

(Keine Kartenzahlung möglich)

oder Online:

www.mvticket.de/b602shop

Die Theaterkasse öffnet eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Samstag, 31. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


Urlaubsmagazin bestellen Magazin online blättern