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Meer. Natur. Inspiration.

© Joachim Kloock

Wo Handwerk Tradition hatte – ein Rundgang zwischen St. Petri und St. Nikolai

· 14:00 Uhr · Rostock-Information Stadtzentrum

Gästekarte 12 €

Der Rundgang durch die Östliche Altstadt führt zwischen St. Petri und St. Nikolai durch verwinkelte Gassen, alte Hausfassaden und stille Innenhöfe. Höhepunkt ist die Petrikirche mit ihrem Turm und weitem Ausblick. Das Viertel erzählt von handwerklicher Tradition, Hafenleben und historischen Geschichten, die noch heute spürbar sind.

In der Östlichen Altstadt, dort wo früher Werkstätten klapperten und Händler ihre Waren feilboten, erzählt jede Gasse von der langen handwerklichen Tradition Rostocks. Der Rundgang zwischen St. Petri und St. Nikolai führt durch ein Viertel, in dem Geschichte spürbar bleibt: verwinkelte Wege, alte Hausfronten und stille Innenhöfe, die bis heute den Charakter dieses historischen Stadtteils prägen.
Ein markanter Höhepunkt ist die Petrikirche. Ihr schlanker Turm ragt seit dem Mittelalter über die Stadt und weist weit über die Dächer hinaus. Wer die Aussichtsplattform erklimmt, wird mit einem weiten Blick über Rostock und die Warnow belohnt – ein Moment, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart im Panorama vereinen. (Für den Aufstieg ist ein separates Ticket erforderlich. Der Zugang zur Aussichtsplattform und zur Kirche richten sich nach den aktuellen Öffnungszeiten.)
Zwischen St. Petri und St. Nikolai entfaltet sich ein Rostock, das noch immer nach Handwerk, Hafenwind und alten Wegen klingt: authentisch, nahbar und voller Geschichten, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Montag, 12. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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