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Meer. Natur. Inspiration.

© Kur- und Tourismusbetrieb Ostseebad Prerow Mario Müller

Multivisionsshow Im Revier des Seeadlers

· 20:00 Uhr · Kulturkaten "Kiek in"

Mario Müller ist Naturfotograf und war jahrelang Seeadler-Landeskoordinator für das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Jährlich wurden von ihm die Seeadlerbrutzahlen und – bruterfolge im Land erfasst.
Seit 1996 werden auch die Jungvögel im Rahmen eines internationalen Beringungsprogrammes von ihm beringt. Dadurchkommt Müller sehr eng mit den Adlern in Kontakt und konnte die größten einheimischen Greifvögel in vielen einmaligen Situationen fotografieren. Stets steht der Schutz der Tiere an erster Stelle, wofür der Fotograf mit seinen Aufnahmen und Vorträgen beitragen möchte. Er möchte noch mehr Menschen für die Schönheit dieser Vögel und die Zerbrechlichkeit ihres Lebensraumes sensibilisieren, damit diese Vögel ihren Platz in unserer immer mehr industrialisierten Welt behalten.

Die Multivisions-Show zeigt das Leben der Tiere und Pflanzen eines Adlerreviers im Jahreszyklus.

Adresse

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ebenfalls am Montag, 12. Oktober

Veranstaltungsdaten: Informationsnetz Mecklenburg-Vorpommern Urlaub. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist der Veranstalter bzw. Ticketanbieter.

»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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