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Heimatmuseum Graal-Müritz

Meer. Natur. Inspiration.

Landwirtschaftliches Gerät

Heimatmuseum Graal‑Müritz

Entdecken Sie die Geschichte und Kultur von Graal‑Müritz. Die Ausstellung im Heimatmuseum Graal‑Müritz lädt Sie auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Ortes ein. Das Themenspektrum umfasst alle Bereiche, die das Ortsleben hier geprägt haben: Geschichte und Geschichten der Gründung, der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Einwohner, die Entwicklung des Kurbetriebs bis hin zu Wetterereignissen wie Sturmfluten an der Ostseeküste, in denen der Ort drei Seebrücken verloren hat.

Graal‑Müritz ist ein Seebad, an dem zahlreiche bekannte Maler und Schriftsteller wie Professor Müller-Kaempf, Professor Karl Rettich, Lyonel Feininger, Hans Fallada, Franz Kafka oder Erich Kästner ihren Sommer verbrachten – auf der Suche nach Ruhe, Inspiration und neuer Kreativität. Einige von ihnen werden in der Ausstellung gewürdigt.

Ob als Gast oder Einheimischer – ein Besuch im Heimatmuseum Graal‑Müritz lohnt sich immer, um die Wurzeln des Ortes besser kennenzulernen und überraschende Geschichten zu entdecken.

Der Eintritt ist frei — eine Spende zum Erhalt der heimischen Kulturgüter wird gern entgegengenommen.

Urlaubsprospekte aus den 30er Jahren

Bei dem bestehenden Ausstellungsgebäude, dem ehemaligen Warmbad, handelt es sich um einen historischen Ort. Die räumliche Umgestaltung des Heimatmuseums Graal‑Müritz ist geplant. Das neue Konzept strukturiert die Ausstellung neu und wird sie thematisch sowie chronologisch ausrichten, um den Besuchern mehr Exponate zu zeigen. Ein neues Raumkonzept soll es ermöglichen, die Exponate neu zu präsentieren, die Ausstellungsstücke mit spezifischen Informationen zu begleiten und die Exponate auf neue Weisen erlebbarer zu machen.

Wir freuen uns, Sie nach der Wiedereröffnung in unseren Ausstellungsräumen begrüßen zu dürfen.

Steffi Jentsch
Museumsleitung
Heimatmuseum Graal‑Müritz

Tipp: Besuchen Sie auch die Galerie Weyrich im Haus des Gastes

Öffnungszeiten

  • Mo. – Di.geschlossen
  • Mi. – Fr.10 – 16 Uhr
  • Sa.10 – 13 Uhr
  • So.10 – 13 Uhr

Sonntags jeden 1. & 3. Sonntag im Monat

Kontakt

Heimatmuseum Graal‑Müritz
Parkstraße 21
18181 Graal‑Müritz

museum@gemeinde-graalmueritz.de
038206 74556

Lage im Ort

Ostseeheilbad Graal-Müritz

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»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal-Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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