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Meer. Natur. Inspiration.

Fünf Kilometer Strand, dahinter Wald und Moor

Graal‑Müritz liegt rund 25 Kilometer östlich von Rostock, mit dem Zug von dort etwa eine halbe Stunde. Vor dem Ort liegen fünf Kilometer Sandstrand, im Osten grenzt das Ribnitzer Große Moor an. Zur Landseite ist der Ort von Wald umgeben.

Anreise

Foto: Marcus Friedrich · Nutzungsrecht TuK
25 kmbis Rostock
5 kmSandstrand
350 mSeebrücke
4,5 haRhododendronpark
12.000 haWald, rund
Geografische Lage

Hier liegt Graal‑Müritz.

Lage
rund 25 km östlich von Rostock
Mit dem Zug
etwa eine halbe Stunde
ab Rostock
Strand
fünf Kilometer Sandstrand
Koordinaten
54° 15′ N
12° 15′ O
Orte als Liste5 Orte

Interaktive Karte mit MapLibre GL. OpenFreeMap © OpenMapTiles © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK

Seebrücke

Am Ende der Seebrücke liegt vor Ihnen nur noch die Ostsee

Die Seebrücke führt 350 Meter hinaus, seit dem 10. April 1993. An ihrem Ende sehen Sie nach vorn nur noch Meer bis zum Horizont, hinter Ihnen den Strand und die grüne Linie des Waldes. Von Frühling bis Herbst geht die Sonne über der See unter, dann füllt sich die Brücke.

Strandinfo

Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK

Lukaskirche

Ein Kirchturm, der nach Osten steht

Bis 1938 waren Graal und Müritz zwei Gemeinden. Zwischen ihnen steht die Lukaskirche, entworfen von Gotthilf Ludwig Möckel und 1908 geweiht. Ihr 26 Meter hoher Turm steht im Osten statt wie üblich im Westen. Die Kirche ist regelmäßig geöffnet. Zwischen neueren Häusern ducken sich noch die alten Büdnerhäuser unter ihre Reetdächer. In ihnen lebten früher Fischer und kleine Landwirte.

Geschichte Kirchengemeinde

Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK

Rhododendronpark

Wo heute Rhododendren blühen, lag eine Sandgrube

Nach einer Sturmflut 1942 holten die Einwohner hier Sand, um die Dünen zu sichern. Zwischen 1955 und 1961 legte der Gartenarchitekt Friedrich-Karl Evert auf dem Gelände einen Park an. Heute blühen dort im Mai und Juni auf 4,5 Hektar rund 2.500 Rhododendren und Azaleen in mehr als 70 Sorten. Zur Blüte feiert der Ort das Rhododendronparkfest.

Rhododendronpark

Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK

Rostocker Heide

Wo die Meeresluft in den Wald zieht

Am Ortsrand stehen Buchen und alte Eichen, weiter drinnen auch Kiefern. Mit dem Wind zieht die Luft vom Meer bis unter die Bäume. Der Wald ist die Rostocker Heide, seit 1252 im Besitz der Stadt Rostock. Zusammen mit dem Gelbensander Forst und der Ribnitzer Heide sind es rund 12.000 Hektar.

Kurwald & Waldbaden

Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK

Ribnitzer Großes Moor

Im April werden die Frösche blau

Jedes Frühjahr wandern Tausende Moorfrösche ins Ribnitzer Große Moor, um dort zu laichen. Für wenige Tage färben sich die Männchen leuchtend blau. Das Hochmoor steht seit 1939 unter Schutz. Zwischen den Torfmoosen wächst der Sonnentau, eine Pflanze, die Insekten fängt. Von Mai bis Oktober bietet die Tourismus- und Kur GmbH Moorwanderungen an.

Moorfrosch

Foto: André Pristaff (TuK) · Nutzungsrecht TuK

Ort der Literaten

Hier lernte Kafka Dora Diamant kennen

Im Sommer 1923 traf Franz Kafka in Müritz Dora Diamant. Sie wurde seine letzte Lebensgefährtin. Acht Jahre zuvor war der Kritiker Alfred Kerr mit dem Fahrrad gekommen und hatte notiert: »Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.« Bis heute kommen Schriftsteller her, zur Literaturwoche im Juni.

Ort der Literaten Geschichte Heimatmuseum

Veranstaltungen

Nach der Badesaison

Am zweiten Wochenende im September ist das Fest der Moorgeister. Im Oktober folgen die Natur- und Wildwochen. Von November bis Februar gibt es Fackelwanderungen. Kino und Konzerte im Haus des Gastes laufen das ganze Jahr.

  1. November 2026

  2. Dezember 2026

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  5. März 2027

  6. April 2027

  1. Mai 2027

  2. Juni 2027

  3. Juli 2027

    • Moorwanderungen
  4. August 2027

    • Moorwanderungen
  5. September 2027

  6. Oktober 2027

Alle Veranstaltungen

Gästekarte

Gut zu wissen

Mit der Gästekarte nutzen Sie Angebote in und um Graal‑Müritz kostenlos oder ermäßigt. Sie gilt für alle, die die ganzjährig erhobene Kurabgabe zahlen. Am Seebrückenvorplatz gibt es rund um die Uhr freies WLAN.

Ostseeheilbad Graal‑Müritz

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»Scheint mir das schönste Ostseefleckchen – hier will ich bleiben.«

Alfred Kerr (1867–1948)

Alfred Kerr, 1867 in Breslau geboren, war der berühmteste Theaterkritiker seiner Zeit. Von Berlin aus, wo er seit den 1890er Jahren schrieb und ab 1919 für das »Berliner Tageblatt« arbeitete, bestimmte er über Jahrzehnte, was auf den deutschen Bühnen galt. Seine Urteile waren gefürchtet, sein Stil unverwechselbar: knapp, geistreich, oft spöttisch. Als Gegner des Nationalsozialismus musste er 1933 Deutschland verlassen und lebte im Exil, zuletzt in London. Seine Tochter Judith Kerr wurde später mit Kinderbüchern wie »Als Hitler das rosa Kaninchen stahl« weltbekannt.

Nach Graal‑Müritz kam Kerr im Juni 1915, auf einer Radtour entlang der Küste. Der Ort, damals noch klein und weit verstreut zwischen Wald und Wasser, gefiel ihm auf Anhieb. In sein Notizbuch schrieb er, Graal liege »waldbegraben, an einer reinlich-frischen Brandung« und sage ihm »sofort zu« – für ihn »das schönste Ostseefleckchen«.

Mit diesem Urteil steht Kerr in einer Reihe von Schriftstellern, die das Seebad schätzten – unter ihnen Erich Kästner, Hans Fallada, Robert Musil und Franz Kafka, der hier 1923 seine letzte Lebensliebe Dora Diamant kennenlernte.


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